{"id":13276,"date":"2023-03-23T08:35:08","date_gmt":"2023-03-23T07:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/health.bmz.de\/?p=13276"},"modified":"2023-03-23T08:39:25","modified_gmt":"2023-03-23T07:39:25","slug":"gemeinschaftsgaerten-und-ernaehrungswissen-staerken-in-indien-gesundheit-und-einkommen-vieler-frauen-und-damit-auch-ihrer-familien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/health.bmz.de\/de\/reportagen\/gemeinschaftsgaerten-und-ernaehrungswissen-staerken-in-indien-gesundheit-und-einkommen-vieler-frauen-und-damit-auch-ihrer-familien\/","title":{"rendered":"Gemeinschaftsg\u00e4rten und Ern\u00e4hrungswissen st\u00e4rken in Indien Gesundheit und Einkommen vieler Frauen \u2013 und damit auch ihrer Familien."},"content":{"rendered":"<style>.kb-row-layout-wrap.wp-block-kadence-rowlayout.kb-row-layout-id_bd617d-64{margin-bottom:40px;}.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{align-content:center;}:where(.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap) > .wp-block-kadence-column{justify-content:center;}.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);min-height:100vh;grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}.kb-row-layout-id_bd617d-64{background-image:url('https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Women_and_man_cooking-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center center;background-attachment:scroll;background-repeat:no-repeat;}.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-layout-overlay{opacity:0.45;background-color:#3a3a3a;}@media all and (max-width: 1024px){.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}}@media all and (max-width: 767px){.kb-row-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{min-height:35vh;grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}}<\/style><div class=\"kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id_bd617d-64 alignfull kt-row-has-bg wp-block-kadence-rowlayout\"><div class=\"kt-row-layout-overlay kt-row-overlay-normal\"><\/div><div class=\"kt-row-column-wrap kt-has-1-columns kt-row-layout-equal kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-middle\">\n<style>.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col,.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col:before{border-top-left-radius:0px;border-top-right-radius:0px;border-bottom-right-radius:0px;border-bottom-left-radius:0px;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{column-gap:var(--global-kb-gap-sm, 1rem);}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col > .aligncenter{width:100%;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col:before{opacity:0.3;}.kadence-column_de5648-54{position:relative;}@media all and (max-width: 1024px){.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;justify-content:center;}}@media all and (max-width: 767px){.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;justify-content:center;}}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-column kadence-column_de5648-54 inner-column-1\"><div class=\"kt-inside-inner-col\">\n<h1 class=\"has-text-align-center has-text-color wp-block-heading\" id=\"helping-bangladesh-s-injured-workers-return-to-work\" style=\"color:#ffffff\">Gemeinschaftsg\u00e4rten und Ern\u00e4hrungswissen st\u00e4rken in Indien Gesundheit und Einkommen vieler Frauen \u2013 und damit auch ihrer Familien.<\/h1>\n<\/div><\/div>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In den zentralindischen Bundesstaaten Madhya Pradesh und Maharashtra durchbricht ein gender-transformatives Projekt den Kreislauf der Unterern\u00e4hrung, indem es Frauen durch Ern\u00e4hrungsberatung und Besch\u00e4ftigung in Gemeinschaftsg\u00e4rten erm\u00f6glicht, ihre Kinder, sich selbst und ihre Familien mit nahrhaften, selbst angebauten Lebensmitteln zu versorgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist wichtig, dass wir auf unsere Ern\u00e4hrung und Gesundheit achten&#8220;, sagt die 45-j\u00e4hrige Ramvati Adiwashi, w\u00e4hrend sie den Boden f\u00fcr die Kartoffeln, den Kohl, die Radieschen und den Spinat vorbereitet, die sie im Gemeinschaftsgarten des Dorfes Dalarnakhurd im zentralindischen Bundesstaat Madya Pradesh anbauen will. \u201eEigenes Gem\u00fcse anzubauen ist viel billiger als es auf dem Markt zu kaufen, und au\u00dferdem ges\u00fcnder, weil wir keine Chemikalien verwenden&#8220;, sagt sie. Ramvati hat verstanden, dass sie auf diese Weise das Leben ihrer Familie verbessern kann. Und sie hat viele andere in ihrem Dorf ermutigt, es ihr gleich zu tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein gender-transformativer Ansatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ramvati ist nur eine von 424.000 Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter in den Bundesstaaten Madhya Pradesh und Maharashtra, die das deutsch-indische Kooperationsprojekt \u201eErn\u00e4hrung sichern, Widerstandsf\u00e4higkeit st\u00e4rken&#8220; durch Ern\u00e4hrungsberatung und bezahlte Arbeit in Gemeinschaftsg\u00e4rten in die Lage versetzt, ihre Kinder und sich selbst richtig zu ern\u00e4hren. Das Projekt ist Teil der globalen Sonderinitiative &#8218;<a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/en\/issues\/food-security\/transformation-of-agricultural-and-food-systems\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Transformation der Agrar- und Ern\u00e4hrungssysteme<\/a>&#8218;, die vom Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt und von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in 10 L\u00e4ndern, darunter Indien, umgesetzt wird. Es zeigt, was es bedeutet, von einem geschlechtersensiblen zu einem geschlechtertransformativen Ansatz \u00fcberzugehen, um die neue feministische Entwicklungspolitik des BMZ in die Praxis umzusetzen:\u00a0<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben erkannt, dass es nicht ausreicht, nur mit schwangeren oder stillenden M\u00fcttern zu arbeiten, um eine echte Wirkung zu erzielen. Wir m\u00fcssen auch ihre Ehem\u00e4nner einbeziehen. Die Verantwortung f\u00fcr die Kinderern\u00e4hrung sollte nicht nur bei den M\u00fcttern liegen. Unser derzeitiger Ansatz steht ganz im Einklang mit der feministischen Entwicklungspolitik des BMZ: Er stellt vorherrschende Geschlechternormen in Bezug auf Ern\u00e4hrung, Kinderbetreuung und Nahrungsmittelproduktion in Frage und ver\u00e4ndert sie.<\/p>\n<cite>Susanne Milcher, Projektleiterin, GIZ<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie unterst\u00fctzt das Projekt Familien, die bessere Ern\u00e4hrung f\u00fcr ihre Kinder und sich selbst ben\u00f6tigen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-1200x675.jpeg\" alt=\"Men are becoming more involved in care and nutrition of their small children\" class=\"wp-image-13092\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-1200x675.jpeg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-300x169.jpeg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-768x432.jpeg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-500x281.jpeg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby-800x450.jpeg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Male_Holding_Baby.jpeg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sub>M\u00e4nner beteiligen sich zunehmend an der Pflege und Ern\u00e4hrung ihrer Kleinkinder<\/sub><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrungswissen, Gemeinschaftsg\u00e4rten und Besch\u00e4ftigung greifen ineinander<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ganz Indien sind die Anganwadi-Gemeindearbeiterinnen seit 1975 das R\u00fcckgrat des staatlichen Vorzeigeprogramms <a href=\"http:\/\/icds-wcd.nic.in\/icds.aspx\">Integrierte Kinderentwicklungsdienste <\/a>der Regierung f\u00fcr fr\u00fchkindliche Betreuung und Entwicklung. In Zusammenarbeit mit den staatlichen Ministerien f\u00fcr Frauen und Kinderentwicklung schult das deutsch-indische Projekt nun 10.000 von ihnen darin, Familien bei der Verbesserung ihrer Ern\u00e4hrung zu unterst\u00fctzen. Der Durchf\u00fchrungspartner f\u00fcr die Ausbildung der Anganwadi-Gemeindearbeiterinnen ist die deutsche Nichtregierungsorganisation Welthungerhilfe. Laut Pratibha Srivastava, der Landeskoordinatorin der Welthungerhilfe in Madhya Pradesh, zeigt diese Ausbildungsma\u00dfnahme bereits gro\u00dfe Wirkung: Die Gemeindearbeiterinnen kl\u00e4ren M\u00fctter, V\u00e4ter und Gro\u00dfm\u00fctter in 5000 D\u00f6rfern \u00fcber Hygiene, gesunde Ern\u00e4hrung und Lebensmittelproduktion auf. In jedem Dorf f\u00fchren sie eine Reihe von 20 Treffen durch, an denen jeweils 20-30 M\u00fctter teilnehmen, einige von ihnen in Begleitung von V\u00e4tern oder Gro\u00dfm\u00fcttern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine zweite Komponente des deutsch-indischen Projekts ist die Anlage von Gemeinschaftsg\u00e4rten f\u00fcr die Gem\u00fcseproduktion. Dies Vorgehen wurde zun\u00e4chst mit 20 Frauenselbsthilfegruppen erprobt. Die Ergebnisse waren so ermutigend, dass entsprechende G\u00e4rten jetzt in rund 600 Gemeinden in Madhya Pradesh angelegt werden. Die Frauen erwirtschaften mit diesen G\u00e4rten nicht nur vielf\u00e4ltigere und nahrhaftere Lebensmittel f\u00fcr ihre Familien, sondern auch ein Einkommen aus dem <em>National Rural Employment Guarantee Scheme<\/em> der Regierung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-1200x800.jpeg\" alt=\"Many villagers are keen to learn more about good nutrition, hygiene and food production practices\" class=\"wp-image-13100\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-1200x800.jpeg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-300x200.jpeg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-768x512.jpeg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-2048x1365.jpeg 2048w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-500x333.jpeg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-800x533.jpeg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-1280x853.jpeg 1280w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frauen_um_Gemusespeisen_sitzend-1920x1280.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sub>Viele Dorfbewohner sind sehr daran interessiert, mehr \u00fcber gute Ern\u00e4hrung, Hygiene und Lebensmittelproduktion zu lernen<\/sub><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf die ersten 1000 Tage kommt es an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Susanne Milcher erkl\u00e4rt, warum es so wichtig ist, dass M\u00fctter und V\u00e4ter verstehen, wie wichtig eine gute Ern\u00e4hrung in der fr\u00fchen Kindheit ist:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie Kinder in den ersten 1000 Tagen ern\u00e4hrt werden, pr\u00e4gt ihre k\u00f6rperliche und kognitive Entwicklung und ihre Gesundheit f\u00fcr den Rest ihres Lebens. In diesem kritischen Zeitraum darf es weder M\u00fcttern und Kindern an essenziellen Mikro- und Makron\u00e4hrstoffen mangeln. Kleinkinder m\u00fcssen diesem Zeitraum gezielt mit babyfreundlicher Nahrung gef\u00fcttert werden und M\u00fctter brauchen eine gute Anleitung beim \u00dcbergang vom Stillen zur Beif\u00fctterung.<\/p>\n<cite>Susanne Milcher, Projektleiterin, GIZ<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vermittlung von Wissen \u00fcber Lebensmittelgruppen und die Ern\u00e4hrungsvielfalt reicht jedoch allein nicht aus. Laut Nadine Bader, einer der Ern\u00e4hrungsberaterinnen des Projekts, ergaben die Fokusgruppendiskussionen mit M\u00fcttern, V\u00e4tern, Gro\u00dfm\u00fcttern und Anganwadi-Gemeindearbeiterinnen viele soziale und kulturelle Faktoren, die gesunde Ern\u00e4hrungspraktiken entweder verhindern oder erm\u00f6glichen. Das Projektteam hat diese Faktoren bei der Gestaltung seiner Ma\u00dfnahmen ber\u00fccksichtigt <a href=\"https:\/\/snrd-asia.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/GIZ_RESEARCH-BRIEF_4_2022_SBC_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(mehr hierzu in dieser Studie)<\/a>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201ePositive Abweichler\u201c k\u00f6nnen Vorbilder sein<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein vielversprechendes Vorgehen ist hierbei die Zusammenarbeit mit Personen, die in ihren Gemeinden als Vorbilder dienen k\u00f6nnen. In einer Feldstudie wurden so genannte &#8222;positive Abweichler&#8220; ermittelt, d. h. Familien mit kleinen Kindern, die besser ern\u00e4hrt und ges\u00fcnder erscheinen als ihre Altersgenossen. Das Team nahm ihre Hygiene- und Ern\u00e4hrungspraktiken sowie die Familiendynamik genauer unter die Lupe, um herauszufinden, was sie anders und besser machen. Ramvati Adiwashi mit ihrem lokal angebauten Gem\u00fcse ist eine solche positive Ausnahme. Das Projekt will mehr Menschen wie sie dazu bef\u00e4higen, ihr Wissen und ihre Praktiken mit anderen zu teilen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesunden L\u00f6sungen dieser Menschen kommen nicht von au\u00dfen &#8211; sie sind \u201ehausgemacht&#8220; und zeigen den anderen Dorfbewohnern, was m\u00f6glich ist.<\/p>\n<cite>Susanne Milcher, Projektleiterin, GIZ<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-1200x800.jpeg\" alt=\"Meeting of the Anganwadi workers in Barwani district, Madhya Pradesh\" class=\"wp-image-13104\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-1200x800.jpeg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-300x200.jpeg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-768x512.jpeg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-500x333.jpeg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher-800x533.jpeg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Group_of_women_and_S_Milcher.jpeg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sub>Treffen der Anganwadi-Mitarbeiter im Distrikt Barwani, Madhya Pradesh<\/sub><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pratibha Srivastava erkl\u00e4rt: \u201eWir ermutigen diese \u201aAusnahme-Frauen\u2018, mit anderen M\u00fcttern \u00fcber ihre Ern\u00e4hrungsgewohnheiten zu sprechen. Was bereiten sie f\u00fcr ihre Kinder vor und wie oft f\u00fcttern sie sie? Da sie aus demselben Dorf kommen, sind die anderen Frauen bereit, ihnen zuzuh\u00f6ren und von ihnen zu lernen.\u201c Jedoch reiche es nicht aus, nur auf Frauen zuzugehen. Auch die M\u00e4nner m\u00fcssen Verantwortung \u00fcbernehmen, da sonst die Arbeitsbelastung der Frauen nur noch zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschlechternormen werden \u00fcberdacht, M\u00e4nner werden einbezogen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Gesellschaft, in der Frauen ohne die Zustimmung ihrer Ehem\u00e4nner kaum etwas bewegen k\u00f6nnen, ist es wichtig, zu thematisieren, wer was in Bezug auf die famili\u00e4re Ern\u00e4hrung tut. Deshalb f\u00fchrte die Welthungerhilfe hierzu eine Reihe von Dorfversammlungen durch: M\u00e4nner und Frauen wurden gebeten, eine Liste aller Aufgaben zu erstellen, die sie jeden Tag erledigen. \u201eDie Listen der Frauen waren endlos! Sie putzen, kochen, waschen W\u00e4sche und arbeiten von morgens bis abends auf den Feldern&#8220;, sagt Pratibha. Die Listen der M\u00e4nner waren deutlich k\u00fcrzer und die meisten ihrer Arbeiten finden au\u00dferhalb des famili\u00e4ren Haushalts statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese einfache \u00dcbung setzte einen sozialen Ver\u00e4nderungsprozess in Gang. Ein Beamter des Ministeriums f\u00fcr Frauen und Kinderentwicklung von Madhya Pradesh sieht dies sehr positiv: \u201eWir k\u00f6nnen in den D\u00f6rfern jetzt endlich \u00fcber die Gleichstellung der Geschlechter sprechen, es ist kein Tabu mehr. Wir alle wissen, dass wir ohne einen solchen Wandel die Ern\u00e4hrungssituation nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt bezieht M\u00e4nner gezielt in Aufkl\u00e4rungsma\u00dfnahmen ein und unterst\u00fctzt Theaterauff\u00fchrungen, die traditionelle Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit in Frage stellen und f\u00fcrsorglichere und unterst\u00fctzende Ehem\u00e4nner und V\u00e4ter als Vorbilder zeigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-1200x800.jpeg\" alt=\"Gender street theatre in Khandwa District, Madhya Pradesh\" class=\"wp-image-13107\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-1200x800.jpeg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-300x200.jpeg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-768x512.jpeg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-500x333.jpeg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein-800x533.jpeg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Gender_theatre_klein.jpeg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sub>Gender-Stra\u00dfentheater im Bezirk Khandwa, Madhya Pradesh<\/sub><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prakash Michael, ein NRO-Partner in Madhya Pradesh, sieht inzwischen positive Ver\u00e4nderungen: \u201eViele M\u00e4nner haben begonnen, ihre Frauen bei der Hausarbeit zu unterst\u00fctzen. Sie k\u00fcmmern sich inzwischen auch um ihre kleinen Kinder und f\u00fcttern sie sogar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ma\u00dfnahmen werden in Indiens soziale Sicherungssysteme integriert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUns ist sehr bewusst, dass die Verbesserung der Gesundheits- und Ern\u00e4hrungssicherheit in Indien eine komplexe Aufgabe und ein hochpolitischer Prozess ist\u201c, sagt der stellvertretende Projektleiter Dr. Tapan Kumar Gope. Vielen erfolgreichen Pilotprojekten ist es nicht gelungen, sich nachhaltig zu etablieren. Deshalb hat sich das indisch-deutsche Projekt von Beginn an bem\u00fcht, seine Ma\u00dfnahmen in existierende Sozialprogramme der Regierung zu integrieren. Hierzu geh\u00f6ren die \u00f6ffentlichen Arbeitsprogramme, die Lebensmittelverteilung und die Beratung durch die Anganwadi-Gemeindearbeiterinnen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sage meinen Teammitgliedern immer wieder, dass wir unsere Ma\u00dfnahmen nur als Teil der bestehenden staatlichen Systeme konzipieren und umsetzen k\u00f6nnen. Das ist zwar manchmal sehr anstrengend, aber im Ergebnis funktioniert es.<\/p>\n<cite>Stellvertretender Projektleiter Dr. Tapan Kumar Gope<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Saat des Wandels geht auf: Ern\u00e4hrungsg\u00e4rten als soziale Innovationslabore<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Garten von Ramvati Adiwashi und die gr\u00f6\u00dferen gemeinschaftlichen G\u00e4rten, die das Projekt unterst\u00fctzt, produzieren nicht nur Gem\u00fcse. Sie sind zu sozialen Innovationslaboren geworden, die Verhaltens\u00e4nderungen f\u00f6rdern und hinderliche Geschlechternormen in Frage stellen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover alignfull has-parallax has-custom-content-position is-position-bottom-center\" style=\"margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--50);min-height:50vh;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-30 has-background-dim\"><\/span><div role=\"img\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-13110 has-parallax\" style=\"background-position:50% 50%;background-image:url(https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Frau_im_Gemusefeld-1200x633.jpg)\"><\/div><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Frau bei der Arbeit in einem Gemeinschaftsgarten f\u00fcr Ern\u00e4hrung im Bezirk Chhatarpur, Madhya Pradesh<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das deutsch-indische Projekt ist stolz auf seine bisherigen Ergebnisse und m\u00f6chte seine Ma\u00dfnahmen auf noch mehr Menschen und Orte ausdehnen: \u201eWir haben noch einen weiten Weg vor uns&#8220;, sagt Dr. Tapan Gope, &#8222;aber wenn dieser Ansatz landesweit verbreitet werden kann, w\u00e4re das ein Paradigmenwechsel f\u00fcr die ern\u00e4hrungssensible Landwirtschaft in ganz Indien.\u201c&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn ich heute in die D\u00f6rfer gehe, in denen wir arbeiten, sehe ich viele Tomaten und viel frisches Gem\u00fcse, das Familien das ganze Jahr \u00fcber essen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Pratibha Srivastava. Jeden Tag kommen ein paar mehr Menschen hinzu, die den Wandel in ihren D\u00f6rfern unterst\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ramvati Adiwashi ist begeistert von den positiven Ver\u00e4nderungen, die die Ern\u00e4hrungsg\u00e4rten in ihrer Gemeinde bewirkt haben. Der einfache Anbau von ein paar Gem\u00fcsesorten hat nicht nur f\u00fcr bessere Ern\u00e4hrung gesorgt, sondern auch einen Wandel in den Geschlechterbeziehungen bewirkt, sagt sie. \u201eIch sehe jetzt viel \u00f6fter ein L\u00e4cheln auf den Gesichtern der Frauen&#8220;.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ruth Evans und Sharmishtha Basu,<br>M\u00e4rz 2023<\/p>\n<div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-13092\">\u00a9 GIZ\/SENU<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-13100\">\u00a9 GIZ\/SENU<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-13104\">\u00a9 GIZ\/SENU<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-13107\">\u00a9 SENU \/ GIZ<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-13110\">\u00a9 GIZ\/SENU<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den zentralindischen Bundesstaaten Madhya Pradesh und Maharashtra durchbricht ein gender-transformatives Projekt den Kreislauf der Unterern\u00e4hrung.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13098,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"9572,10638,8944,8998,10798,10494","_relevanssi_noindex_reason":"","_uag_custom_page_level_css":"","_kad_blocks_custom_css":"","_kad_blocks_head_custom_js":"","_kad_blocks_body_custom_js":"","_kad_blocks_footer_custom_js":"","site-sidebar-layout":"no-sidebar","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"enabled","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"slim_seo":{"title":"Gemeinschaftsg\u00e4rten und Ern\u00e4hrungswissen st\u00e4rken in Indien Gesundheit und Einkommen vieler Frauen \u2013 und damit auch ihrer Familien. - 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