{"id":9437,"date":"2021-10-21T11:08:15","date_gmt":"2021-10-21T09:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/health.bmz.de\/?p=9437"},"modified":"2021-11-15T09:43:37","modified_gmt":"2021-11-15T08:43:37","slug":"eine-perfekte-synergie-die-kirgisische-labordiagnostik-erreicht-in-zusammenarbeit-mit-seeg-und-who-ein-neues-niveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/health.bmz.de\/de\/reportagen\/eine-perfekte-synergie-die-kirgisische-labordiagnostik-erreicht-in-zusammenarbeit-mit-seeg-und-who-ein-neues-niveau\/","title":{"rendered":"Eine perfekte Synergie: Die kirgisische Labordiagnostik erreicht in Zusammenarbeit mit SEEG und WHO ein neues Niveau"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die SARS-CoV-2-Pandemie hat die Labore in Kirgisistan an ihre Grenzen gebracht. Seit 2020 arbeitet die kirgisische Regierung daher mit Deutschland und anderen Partnern daran, die Testkapazit\u00e4ten des Landes auszubauen und Genom-Sequenzierung f\u00fcr die Erkennung von Virusvarianten einzuf\u00fchren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schnelle und sichere Labordiagnostik ist heute wichtiger denn je<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Beginn der COVID-19-Pandemie bem\u00fchen sich Gesundheitsbeh\u00f6rden weltweit darum, ihre Labortest-Kapazit\u00e4ten soweit auszubauen, dass sie mit den immer neuen Mutationen des Virus Schritt halten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der fl\u00e4chendeckende Zugang zu Tests ist unerl\u00e4sslich, um die Ausbreitung der Pandemie einzud\u00e4mmen. In vielen L\u00e4ndern sind jedoch nur wenige Labore in der Lage, die daf\u00fcr n\u00f6tige Molekulardiagnostik durchzuf\u00fchren, was zu erheblichen Verz\u00f6gerungen bei der Auswertung der Tests f\u00fchrt. Mit dem Auftreten neuer Virusvarianten hat sich die Situation weiter versch\u00e4rft. Entscheidungstr\u00e4ger im Gesundheitssystemen und in der \u00f6ffentlichen Verwaltung m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die im Umlauf befindlichen Varianten informiert werden, um gegebenenfalls geeignete Gegenma\u00dfnahmen ergreifen zu k\u00f6nnen. Oft sind die Labore vor Ort aber nicht in der Lage, die Genom-Sequenzierung durchzuf\u00fchren, die f\u00fcr die Identifikation von SARS-CoV-2-Varianten gebraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts globaler Gesundheitskrisen sind die Anforderungen an Laborsysteme in den letzten Jahren stark gestiegen, so dass regionale und internationale Laborpartnerschaften, Sequenzierungsnetzwerke und andere Formen der technischen Zusammenarbeit immer wichtiger werden. Dieser Artikel stellt eine solche Zusammenarbeit vor: In einer Zeit, in der die Pandemie das kirgisische Laborsystem an seine Grenzen brachte, gelang es durch die bemerkenswerte Zusammenarbeit mehrerer Entwicklungspartner, die Labordiagnostik-Kapazit\u00e4ten Kirgisistans auszubauen und nachhaltig zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine bemerkenswerte Zusammenarbeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche \u201aSchnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit\u2018 (SEEG), das kirgisisch-deutsche Vorhaben zur F\u00f6rderung prim\u00e4rer Gesundheitsversorgung und die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) taten sich zusammen, um mit aufeinander abgestimmten Ma\u00dfnahmen im Zentrallabor in Bischkek die Genom-Sequenzierung einzuf\u00fchren und um das Personal des subregionalen Labors in Osch in molekularer Diagnostik zu schulen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-1200x800.jpg\" alt=\"Training on sequencing\" class=\"wp-image-9237\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-300x200.jpg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-768x512.jpg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-500x333.jpg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-800x533.jpg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/Training-on-sequencing-1920x1280.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Sequenzierungstraining<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie kirgisisch-deutsche Zusammenarbeit zielt darauf ab, das kirgisische Gesundheitssystem als Ganzes zu st\u00e4rken. Labore spielen dabei eine wichtige Rolle&#8220;, sagt Valerie Broch Alvarez, die Leiterin des kirgisisch-deutschen Vorhabens, das von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgef\u00fchrt wird. \u201eDie Pandemie hat gezeigt, dass wir dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig ansetzen m\u00fcssen: Von der Sicherstellung grundlegender Kapazit\u00e4ten in kleineren Laboren bis hin zur Einf\u00fchrung modernster Sequenzierungstechniken auf zentraler Ebene.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen der deutschen Soforthilfe f\u00fcr die Pandemie-Bek\u00e4mpfung in Kirgisistan schloss die GIZ im Auftrag des BMZ im Jahr 2020 eine Finanzierungsvereinbarung mit der WHO, um das kirgisische Laborsystem zu st\u00e4rken. \u201eSeit Beginn der COVID-19-Pandemie unterst\u00fctzen wir das kirgisische Gesundheitssystem durch Schulungen von Laborpersonal in Biosicherheit und in Testdiagnostik, von der sicheren Entnahme \u00fcber den Transport bis zur Bearbeitung und Aufbereitung der Proben&#8220;, sagt Dr. Nazira Artykova, die WHO-Vertreterin in Kirgisistan. \u201eDieses Wissen ist nicht nur zur Bew\u00e4ltigung der aktuellen Pandemie relevant, sondern stellt sicher, dass kirgisische Labore zuk\u00fcnftig schneller auf verschiedene gesundheitliche Notlagen reagieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"padpad has-kb-palette-3-background-color has-background wp-block-paragraph\">Die vom Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit (BMG) Ende 2015 gegr\u00fcndete \u201eSchnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit\u201c (SEEG) arbeitet mit f\u00fchrenden deutschen Gesundheits- und Forschungseinrichtungen zusammen: dem Bernhard-Nocht-Institut f\u00fcr Tropenmedizin (BNITM), der Charit\u00e9 \u2012 Universit\u00e4tsmedizin Berlin und dem Robert Koch-Institut (RKI). Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) beteiligt sich seit 2021 an der Kooperation und das Friedrich-Loeffler-Institut bringt sich im Bereich Tiergesundheit ein und unterst\u00fctzt so die Umsetzung der&nbsp;<em>One Health<\/em>-Strategie. Auf die jeweilige Anfrage von Partnern abgestimmt stellt die SEEG multidisziplin\u00e4re Teams zusammen &#8211; darunter Experten und Expertinnen der Mikrobiologie, Virologie und Epidemiologie &#8211; die direkt mit ihren Kollegen und Kolleginnen in den Partnerl\u00e4ndern zusammenarbeiten, um die Systeme zur Erkennung und Eind\u00e4mmung von Krankheitsausbr\u00fcchen gemeinsam zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus einer Anfrage wird eine Schulung in hochspezialisierter Labordiagnostik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des ersten Besuchs der SEEG-Experten und Expertinnen in Kirgisistan im November 2020 fragte das Gesundheitsministerium an, ob es m\u00f6glich w\u00e4re, kirgisisches Laborpersonal in die Genom-Sequenzierung einzuf\u00fchren. Auf der ganzen Welt verbreiteten sich zu diesem Zeitpunkt Varianten von SARS-CoV-2, doch kirgisische Labore waren nicht in der Lage, festzustellen, ob eine oder mehrere von ihnen bereits im Land zirkulierten. Proben wurden zur Sequenzierung au\u00dfer Landes an internationale WHO-Referenzlabore geschickt, so dass nur mit Verz\u00f6gerung auf Ver\u00e4nderungen in der epidemiologischen Situation reagiert werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/health.bmz.de\/stories\/standing-shoulder-to-shoulder-against-covid-19\/\">Seit Beginn der Pandemie hat die SEEG Labore in 20 L\u00e4ndern unterst\u00fctzt<\/a>, doch nie zuvor hatte sie bisher Laborpersonal in Sequenzierungstechniken geschult. Die Verf\u00fcgbarkeit eines f\u00fcr eine solche Schulung geeigneten Labors war hierbei f\u00fcr die SEEG-Experten und Expertinnen von entscheidender Bedeutung. \u201eDie Sequenzierung ist technisch viel anspruchsvoller als andere Arten der Labordiagnostik&#8220;, erkl\u00e4rt Dr. Norman Nausch, technischer Berater der GIZ, der die zweite SEEG-Mission in Kirgisistan leitete. \u201eSie setzt ein etabliertes Molekularlabor, das nach bestimmten Standards arbeitet, sowie hochqualifiziertes Personal mit spezifischem Fachwissen voraus. Das Verfahren kann daher nicht in jedem Labor eingef\u00fchrt werden.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Besichtigung mehrerer Labore entschied die SEEG, dass das von der deutschen KfW Entwicklungsbank unterst\u00fctzte nationale TB-Referenzlabor die n\u00f6tigen Bedingungen erf\u00fcllte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-1200x800.jpg\" alt=\"National TB Reference Laboratory, Bishkek\" class=\"wp-image-9242\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-300x200.jpg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-768x512.jpg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-500x333.jpg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-800x533.jpg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/National-TB-Reference-Laboratory-Bishkek-1920x1280.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>National TB Reference Laboratory, Bishkek<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDa Kosten und Aufwand f\u00fcr die Sequenzierung hoch sind, braucht es f\u00fcr sie eine langfristige Perspektive\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Nausch. Dazu geh\u00f6ren zuverl\u00e4ssige Beschaffungssysteme f\u00fcr Reagenzien ebenso wie ein Partner, der im Anschluss an das Training durch SEEG die Labore kontinuierlich technisch beraten kann. F\u00fcr das Nationale TB-Referenzlabor ist dieser Partner&nbsp;das Forschungszentrum Borstel, ein f\u00fchrendes Lungenforschungszentrum in Deutschland. Es unterst\u00fctzt und begleitet das kirgisische Labor seit Jahren in der Tuberkulose-Diagnostik.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">GIZ und WHO b\u00fcndeln ihre Kr\u00e4fte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Laborexperten und -expertinnen des WHO Euro-Regionalb\u00fcros hatten seit einiger Zeit \u00fcberlegt, wie Sequenzierungskapazit\u00e4ten in Kirgisistan aufgebaut werden k\u00f6nnten. Sie hatten ebenfalls das nationale TB-Referenzlabor als geeignetes Institut hierf\u00fcr ausgemacht. Das Forschungszentrum Borstel hatte im Auftrag der WHO eine Online-Schulung zu SARS-CoV-2-Sequenzierungstechniken entwickelt, auf die ein Pr\u00e4senz-Training und Mentoring folgen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die GIZ-Teamleiterin Valerie Broch Alvarez sah das Synergie-Potential und stellte den Kontakt zwischen SEEG- und WHO-Teams her. Mustafa Aboualy, der die WHO-Programme zur St\u00e4rkung der Labore in Zentralasien leitet, unterst\u00fctzte ihre Initiative: \u201eEs gab viele \u00dcberschneidungen zwischen den geplanten Aktivit\u00e4ten der GIZ und der WHO. Dank guter Koordinierung und Abstimmung ist es uns gelungen, alle Ma\u00dfnahmen in einem Ansatz b\u00fcndeln\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf Online-Module folgt ein intensives 5-t\u00e4giges Training im Labor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar und M\u00e4rz 2021 nahm das Personal des Nationalen TB-Referenzlabors also zun\u00e4chst an drei vom Forschungszentrum Borstel und der WHO entwickelten Online-Schulungsmodulen zur Genom-Sequenzierung von SARS-CoV-2 teil. Mitte Mai traf dann eine siebenk\u00f6pfige SEEG-Delegation in Bischkek ein, um darauf aufzubauen. \u201eDie Synergie war perfekt&#8220;, erinnert sich Aboualy von der WHO. \u201eDie SEEG konnte auf der Grundlage der Theorie, die das Personal bereits gelernt hatte, direkt mit dem praktischen Teil der Ausbildung fortfahren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-1200x800.jpg\" alt=\"SEEG team members and participants in Bishkek\" class=\"wp-image-9247\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-300x200.jpg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-768x512.jpg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-500x333.jpg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-800x533.jpg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-team-members-and-participants-in-Bishkek-1920x1280.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Das SEEG-Team und Trainingsteilnehmende in Bischkek<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das SEEG-Team umfasste Experten und Expertinnen der GIZ, des Instituts f\u00fcr Virologie der Charit\u00e9-Universit\u00e4tsmedizin in Berlin sowie des Martsinovsky-Instituts f\u00fcr Medizinische Parasitologie und Tropenmedizin der Sechenov-Universit\u00e4t in Moskau. Die Einbeziehung russischsprachiger Fachleute erm\u00f6glichten es, Sprachbarrieren zu \u00fcberwinden und so mehr technische Inhalte in k\u00fcrzerer Zeit zu vermitteln werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe von f\u00fcnf Tagen schulte das SEEG-Team elf kirgisische Laborexperten und -expertinnen in Sequenzierungstechniken und in den Bioinformatik-Methoden, mit deren Hilfe die Ergebnisse analysiert und interpretiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n <div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iR2Vub21lLVNlcXVlbmNpbmcgVHJhaW5pbmcgaW4gS3lyZ3l6dGFuIiB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI4MSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9udnV5WFFESFNNcz9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgY2xpcGJvYXJkLXdyaXRlOyBlbmNyeXB0ZWQtbWVkaWE7IGd5cm9zY29wZTsgcGljdHVyZS1pbi1waWN0dXJlOyB3ZWItc2hhcmUiIHJlZmVycmVycG9saWN5PSJzdHJpY3Qtb3JpZ2luLXdoZW4tY3Jvc3Mtb3JpZ2luIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+\"><div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_nvuyXQDHSMs_hqdefault.jpg')\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\"> <p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Damit k\u00f6nnen wir uns besser auf m\u00f6gliche Ausbr\u00fcche neuer Varianten vorbereiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>St\u00e4rkung der Molekulardiagnostik und des Qualit\u00e4tsmanagements in Osh<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Wunsch des Gesundheitsministerium unterst\u00fctzte die SEEG au\u00dferdem das zentrale Labor in Osch, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Kirgisistans.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"901\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-1200x901.jpg\" alt=\"SEEG training team with participants in Osh\" class=\"wp-image-9251\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-1200x901.jpg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-300x225.jpg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-768x577.jpg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-500x375.jpg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh-800x601.jpg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/SEEG-training-team-with-participants-in-Osh.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>SEEG Training Team mit Teilnehmenden in Osh<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl dieses mittelgro\u00dfe Labor \u00fcber die Ausstattung f\u00fcr die PCR-Diagnostik von SARS-CoV-2 verf\u00fcgt, war ein Gro\u00dfteil seines Personals nicht darin ausgebildet, sie zu nutzen. Erneut koordinierten SEEG, GIZ-Vorhaben und WHO ihre Aktivit\u00e4ten zu einem umfassenden Schulungsprogramm. Zuerst f\u00fchrte das Team der SEEG eine viert\u00e4gige Schulung in Biosicherheit und Grundlagen der PCR-Testung f\u00fcr elf Mitarbeitende des Labors durch. Im Anschluss schulte das Expertenteam der WHO sie im Einsatz von SNP-Tests (<em>Single-Nucleotide Polymorphism<\/em>), mit deren Hilfe Proben mit spezifischen Mutationen identifiziert werden k\u00f6nnen, um sie zur Sequenzierung weiterzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teams der SEEG und der WHO nutzten ihren Aufenthalt in Osch auch daf\u00fcr, Infrastruktur, Arbeitsabl\u00e4ufe und Verfahren des Labors zu analysieren und einfach umsetzbare Ma\u00dfnahmen zur Qualit\u00e4tsverbesserung vorzuschlagen. Das Team des GIZ-Vorhabens unterst\u00fctzte diesen Prozess. Aktuell laufen Gespr\u00e4che dar\u00fcber, wie GIZ und WHO das Labor in Osch weiter unterst\u00fctzen und schrittweise zu einer Anlaufstelle f\u00fcr andere Labore in der Region ausbauen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Technologien brauchen zukunftsweisende Strategien<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allen an dieser erfolgreichen Zusammenarbeit beteiligten Partnern ist bewusst, dass sich ihr Einsatz nur gelohnt hat, wenn es gelingt, die neuen Kapazit\u00e4ten zu erhalten, so dass sie mittel- und l\u00e4ngerfristig zur Verbesserung der Labordienstleistungen im ganzen Land beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesundheitsministerium tr\u00e4gt jetzt Verantwortung daf\u00fcr, die Genom-Sequenzierung in den nationalen Plan zur Bek\u00e4mpfung der COVID-19-Pandemie aufzunehmen und eine Strategie f\u00fcr die Auswahl der zu sequenzierenden Proben und die Kommunikation ihrer Ergebnisse zu entwickeln. F\u00fcr dezentrale Labore, wie das in Osch, ist ihre weitere St\u00e4rkung in Biosicherheit und Qualit\u00e4tsmanagement entscheidend: \u201eDie Qualit\u00e4t der Proben, die in den PCR-Laboren ankommen, h\u00e4ngt von der Kompetenz des Personals in den kleineren Laboren ab&#8220;, sagt Gulmira Kalmambetova. \u201eWir m\u00fcssen weiter daran arbeiten, die Kapazit\u00e4ten des Laborpersonals landesweit zu st\u00e4rken, und wir hoffen, dass unsere Partner uns dabei unterst\u00fctzen werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die guten Arbeitsbeziehungen, die zwischen SEEG, WHO und dem Team des GIZ-Vorhabens im vergangenen Jahr entstanden sind, sind eine gute Grundlage f\u00fcr ihre weitere Zusammenarbeit &#8211; in Kirgisistan und dar\u00fcber hinaus. F\u00fcr 2022 ist bereits ein Treffen mit Partnern aus der gesamten Region geplant, um sich zu Erfahrungen im Bereich der COVID-Diagnostik und Genom-Sequenzierung auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Karen Birdsall<br>Oktober 2021<\/p>\n<div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-9237\">\u00a9 GIZ\/Askat Chynaly<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-9242\">\u00a9 GIZ\/Askat Chynaly<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-9247\">\u00a9 GIZ\/Askat Chynaly<\/div><div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-9251\">\u00a9 GIZ<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SARS-CoV-2-Pandemie hat die Labore in Kirgisistan an ihre Grenzen gebracht. 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