{"id":9706,"date":"2021-10-25T16:09:11","date_gmt":"2021-10-25T14:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/health.bmz.de\/?p=9706"},"modified":"2022-01-24T12:38:56","modified_gmt":"2022-01-24T11:38:56","slug":"ein-guter-start-ins-leben-fuer-neugeborene-in-tansania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/health.bmz.de\/de\/reportagen\/ein-guter-start-ins-leben-fuer-neugeborene-in-tansania\/","title":{"rendered":"Ein guter Start ins Leben f\u00fcr Neugeborene in Tansania"},"content":{"rendered":"<style>#kt-layout-id_bd617d-64{margin-bottom:40px;}#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{align-content:center;}:where(#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap) > .wp-block-kadence-column{justify-content:center;}#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);padding-top:var( --global-kb-row-default-top, 25px );padding-bottom:var( --global-kb-row-default-bottom, 25px );padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);min-height:100vh;grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}#kt-layout-id_bd617d-64{background-image:url('https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/neonatal-survival-tanzania.jpg');background-size:cover;background-position:center center;background-attachment:scroll;background-repeat:no-repeat;}#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-layout-overlay{opacity:0.15;background-color:#3a3a3a;}@media all and (max-width: 1024px){#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}}@media all and (max-width: 767px){#kt-layout-id_bd617d-64 > .kt-row-column-wrap{min-height:35vh;grid-template-columns:minmax(0, 1fr);}}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-rowlayout alignfull\"><div id=\"kt-layout-id_bd617d-64\" class=\"kt-row-layout-inner kt-row-has-bg kt-layout-id_bd617d-64\"><div class=\"kt-row-layout-overlay kt-row-overlay-normal\"><\/div><div class=\"kt-row-column-wrap kt-has-1-columns kt-gutter-default kt-v-gutter-default kt-row-valign-middle kt-row-layout-equal kt-tab-layout-inherit kt-m-colapse-left-to-right kt-mobile-layout-row\"><style>.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{border-top-width:0px;border-right-width:0px;border-bottom-width:0px;border-left-width:0px;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col,.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col:before{border-top-left-radius:0px;border-top-right-radius:0px;border-bottom-right-radius:0px;border-bottom-left-radius:0px;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{column-gap:var(--global-kb-gap-sm, 1rem);}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col > .aligncenter{width:100%;}.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col:before{opacity:0.3;}.kadence-column_de5648-54{position:relative;}@media all and (max-width: 1024px){.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;justify-content:center;}}@media all and (max-width: 767px){.kadence-column_de5648-54 > .kt-inside-inner-col{flex-direction:column;justify-content:center;}}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-column inner-column-1 kadence-column_de5648-54\"><div class=\"kt-inside-inner-col\">\n<h1 class=\"has-text-align-center has-text-color wp-block-heading\" style=\"color:#ffffff\"><strong>Ein guter Start ins Leben f\u00fcr Neugeborene in Tansania<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center has-text-color wp-block-heading\" style=\"color:#ffffff\"><strong>Mit einem bew\u00e4hrten Ansatz erh\u00f6ht das tansanisch-deutsche Gesundheitsvorhaben die \u00dcberlebenschancen Neugeborener in zwei neuen Regionen<\/strong><\/h2>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sanft wie m\u00f6glich wird die lebenswichtige Nadel in die mikroskopisch kleine Vene geschoben und die Sauerstoffmaske \u00fcber den nach Luft schnappendem Mund und die kleine Nase gest\u00fclpt. Das Klopfen in der winzigen Brust wird st\u00e4rker, der Monitor zeigt jetzt einen regelm\u00e4\u00dfigen Herzschlag an. Wieder wurde ein Baby im regionalen Referenzkrankenhaus in Mbeya gerettet und das engagierte Personal der Neugeborenenstation f\u00fcr Risikopatienten- und Patientinnen kann nun selbst erstmal tief durchatmen und sich etwas entspannen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tansania und Deutschland arbeiten zusammen, um die Gesundheit von Neugeborenen zu verbessern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weltweit geschieht fast die H\u00e4lfte aller Todesf\u00e4lle von Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren im ersten Lebensmonat &#8211; ein Drittel davon in den ersten 24 Stunden nach der Geburt. Obwohl die Neugeborenensterblichkeit in Tansania seit der Unabh\u00e4ngigkeit im Jahr 1961 zur\u00fcckgegangen ist, ist sie mit 25 Todesf\u00e4llen pro 1000 Lebendgeburten (<em>Demographic and Health Survey<\/em> 2015-16) noch weit von dem angestrebten Ziel f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (<em>Sustainable Development Goal<\/em>, SDG) von 12\/1000 entfernt. Die Haupttodesursachen sind Fr\u00fchgeburten, Atembeschwerden, Infektionen und eine zu niedrige K\u00f6rpertemperatur. Eben diesen Herausforderungen stellt sich das tansanisch-deutsche Programm f\u00fcr die Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Es wird seit 2019 von der Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) in den zwei neuen Regionen Mbeya und Tanga durchgef\u00fchrt und baut auf der Arbeit von tansanisch-deutschen Vorg\u00e4ngervorhaben im Bereich der Neugeborenen- und M\u00fcttergesundheit in den Regionen Lindi und Mtwara auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eZuerst hat es mir Angst gemacht, f\u00fcr winzige Fr\u00fchgeborene verantwortlich zu sein.\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maridhia Mvungi ist die leitende Krankenschwester der Neugeborenenstation des regionalen Referenzkrankenhauses in Mbeya und kann diese Aussage nur zu gut nachvollziehen: \u201eFr\u00fcher habe ich auf der Entbindungsstation gearbeitet, aber als ich 2017 auf die Neugeborenenstation versetzt wurde, hatte ich gro\u00dfe Angst. Ich wusste nicht, wie ich diese winzigen und sehr kranken Fr\u00fchgeborenen richtig versorgen soll. Ihre Haut ist so d\u00fcnn und empfindlich. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie sich sehr leicht mit Krankheiten infizieren. Wir hatten keine Richtlinien f\u00fcr die Versorgung von Neugeborenen und viele von ihnen starben an einer Sepsis oder Asphyxie. Es ist so schmerzhaft, Babys sterben zu sehen! Wir hatten zwar einige Ger\u00e4te, wussten aber nicht, wie man diese benutzt &#8211; am Ende musste uns das Wartungspersonal des Krankenhauses zeigen, wie sie funktionieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beginn der deutschen Unterst\u00fctzung \u00e4nderte sich die Situation f\u00fcr Frau Mvungi und ihre Kollegen und Kolleginnen. Es wurden hochmoderne Ger\u00e4te installiert, darunter zwei CPAP-Ger\u00e4te (<em>Continuous Positive Airway Pressure<\/em>), um die Sauerstoffzufuhr der Babys zu regulieren, sowie ein spezieller Tisch f\u00fcr die Kan\u00fclierung, der das Einsetzen von Nadeln in die Venen von Neugeborenen erleichtert. Das Personal wurde in der korrekten Anwendung und Wartung der neuen Ger\u00e4te ausf\u00fchrlich geschult.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als besonders wertvoll empfindet das Personal das Fachwissen von Dr. Monika Frey, einer deutschen Kinder\u00e4rztin und Neonatologin, die im Rahmen des tansanisch-deutschen Programms in der Region Mbeya arbeitet. Frau Mvungi berichtet: \u201eIn der Krankenpflegeschule haben wir uns nur allgemein mit der Gesundheit von Kindern unter f\u00fcnf Jahren befasst. Dr. Monika hat uns spezielles Wissen \u00fcber die Versorgung von Neugeborenen vermittelt. Ihre Erfahrungen in der Infektionspr\u00e4vention und -kontrolle halfen uns dabei, neonatale Sepsis zu vermeiden. Zum Beispiel wurden F\u00e4cher f\u00fcr die Krankenakten \u00fcber den Kinderbetten angebracht, sodass diese und andere Gegenst\u00e4nde nicht mehr auf den Betten der Babys liegen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile geben Frau Mvungi und vier ihrer Kollegen und Kolleginnen ihre Kenntnisse an das Personal der drei Bezirkskrankenh\u00e4user und vier Gesundheitszentren weiter, die das tansanisch-deutsche Programm in der Region Mbeya unterst\u00fctzt. \u201eDurch die Fortbildung des Programms bin ich viel sicherer geworden. Ich habe nun die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten, die ich brauche, um mich um die gesundheitlichen Probleme der Fr\u00fch- und Neugeborenen zu k\u00fcmmern. Und mit diesem Wissen kann ich auch meine Kolleginnen und Kollegen in den anderen Einrichtungen unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tansania ist heute Vorreiter in der Neugeborenenversorgung in Niedrigeinkommensl\u00e4ndern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In L\u00e4ndern mit niedrigem Einkommen hat das \u00dcberleben von M\u00fcttern oft eine h\u00f6here Priorit\u00e4t als das \u00dcberleben von Neugeborenen erkl\u00e4rt Dr. Frey: \u201eNeugeborene werden oft als eine Art &#8222;Anh\u00e4ngsel der Mutter&#8220; gesehen. Ihnen wird nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die sie als eigenst\u00e4ndige Lebewesen br\u00e4uchten. Es kommt sogar vor, dass die Geburt und das Versterben von Neugeborenen gar nicht offiziell registriert werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von einem tansanisch-deutschen Vorg\u00e4ngerprogramm wurde 2011 in den Regionen Lindi und Mtwara in ausgew\u00e4hlten Gesundheitseinrichtungen eine wegweisende Initiative mit dem Titel <a href=\"https:\/\/health.bmz.de\/stories\/no-baby-left-out-a-tanzanian-initiative-leads-the-way-towards-improved-health-and-survival-rates-for-newborn-babies\/\">&#8222;<em>No Baby Left Out<\/em><\/a>&#8220; gestartet, die speziell auf das \u00dcberleben von Neugeborenen fokussiert ist. Als dort nach relativ kurzer Zeit ein starker R\u00fcckgang der Neugeborenensterblichkeit zu verzeichnen war, schlugen die Gesundheitsbeh\u00f6rden vor, den Ansatz mit Unterst\u00fctzung der deutschen Partner auf die gesamte Region auszuweiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2015 startete das Folgeprogramm zur <a href=\"https:\/\/health.bmz.de\/stories\/marked-rise-in-survival-rates-for-mothers-and-babies-in-tanzania\/\">Verbesserung der M\u00fctter- und Kindsgesundheit&nbsp;<\/a> mit einem gro\u00dfz\u00fcgigen Budget der <a href=\"https:\/\/sustainabledevelopment.un.org\/partnership\/?p=1113\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G8 Muskoka-Initiative f\u00fcr die Gesundheit von M\u00fcttern, Neugeborenen und Kindern<\/a>. 209 Gesundheitseinrichtungen und 1.700 Geburtshelfer- und helferinnen in den Regionen Lindi und Mtwara wurden mit Ausbildungen und Ger\u00e4ten unterst\u00fctzt. Die Ma\u00dfnahmen umfassten neben der Versorgung von Neugeborenen auch die Versorgung von Frauen w\u00e4hrend der Schwangerschaft und Geburt. In den Distrikt- und Regionalkrankenh\u00e4usern wurden insgesamt 14 Neugeborenenstationen eingerichtet und zwischen 2015 und 2016 ging die Zahl der Todesf\u00e4lle bei Neugeborenen in diesen Einrichtungen um 31% von 32 auf 22 Todesf\u00e4lle pro 1000 Lebendgeburten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Standardverfahren f\u00fcr die Versorgung von Neugeborenen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele der Ma\u00dfnahmen, die in den Programmen in Lindi und Mtwara umgesetzt wurden, bilden mittlerweile die Grundpfeiler der nationalen tansanischen Richtlinien f\u00fcr die Versorgung von Neugeborenen. Standards f\u00fcr die Einrichtung und Ausstattung von Neugeborenenstationen in Regional- und Distriktkrankenh\u00e4usern sind ein wichtiger Bestandteil. Besonders wertvoll ist f\u00fcr das Personal aller Einrichtungen auch die Triage-Checkliste f\u00fcr Neugeborene <a href=\"https:\/\/health.bmz.de\/download\/newborn-triage-checklist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(<em>Newborn Triage Checklist<\/em> &#8211; NTC)<\/a>, mit deren Hilfe alle Neugeborenen zu drei entscheidenden Zeitpunkten auf m\u00f6gliche Gefahrenzeichen untersucht werden: direkt nach der Geburt, 4-8 Stunden sp\u00e4ter und noch mal nach 20-24 Stunden bzw. kurz vor der Entlassung aus der Gesundheitseinrichtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Basis-Ausstattung zur Wiederbelebung von Neugeborenen, die fl\u00e4chendeckend in den Gesundheitseinrichtungen bereitgestellt wurde, kann immer wieder Neugeborenen das Leben gerettet werden. Au\u00dferdem lernen junge M\u00fctter, fr\u00fchgeborene Babys durch Haut-zu-Haut-Kontakt kontinuierlich warm zu halten &#8211; ein Ansatz der als &#8222;K\u00e4nguru-Methode&#8220; (<em>Kangaroo Mother Care<\/em> &#8211; KMC) bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit deutscher Unterst\u00fctzung entwickelte Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel zur Neugeborenenversorgung bildet heute die Grundlage der &#8222;Nationalen Richtlinien f\u00fcr die Neugeborenenversorgung und die Einrichtung von Neugeborenenstationen&#8220; in Tansania. Sie wurden im August 2019 beschlossen und das Gesundheitsministerium ist aktuell dabei, sie landesweit einzuf\u00fchren. Dr. Felix Bundala, der Leiter der Fachabteilung f\u00fcr Neugeborenen- und Kindergesundheit des Ministeriums berichtet: \u201eInzwischen haben wir die Richtlinien in 159 von 350 Krankenh\u00e4usern des Landes eingef\u00fchrt, von denen 127 bereits Neugeborenenstationen eingerichtet haben. Der Plan ist, dass bis 2025 alle Gesundheitseinrichtungen die neuen Standards umsetzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Gesamtpaket: Umfangreiche Unterst\u00fctzung von der Bedarfsanalyse bis hin zu Schulungen und Probleml\u00f6sungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir wenden die Richtlinien jetzt auch bei unseren Aktivit\u00e4ten in den neuen Regionen Mbeya und Tanga an&#8220;, berichtet Dr. Frey. \u201eVor dem Aufbau einer Neugeborenenstation f\u00fchren wir gemeinsam mit dem Krankenhauspersonal eine partizipative Bedarfsanalyse durch, um herauszufinden, was genau an Personal, Fachwissen und Ausstattung fehlt. Vor allem geht es darum, dem Personal gen\u00fcgend Selbstvertrauen zu vermitteln, damit sie die Leben von S\u00e4uglingen und ihren M\u00fcttern retten k\u00f6nnen.\u201c Schulungen und anschlie\u00dfendes Mentoring erg\u00e4nzen sich im Rahmen des Programms. Durch Gruppenschulungen ist es m\u00f6glich, eine gro\u00dfe Anzahl von Mitarbeitenden zu erreichen und sie mit wichtigen Konzepten und Praktiken, die f\u00fcr sie oft neu sind, vertraut zu machen. Im Anschluss begleiten erfahrene Mentoren und Mentorinnen wie Frau Mvungi das fortgebildete Personal bei der t\u00e4glichen Arbeit, um ihre neuen F\u00e4higkeiten zu festigen. \u201eWir arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz &#8211; von der Bedarfsanalyse \u00fcber den Kauf von Ausr\u00fcstung und deren Wartung bis hin zu Schulung und Begleitung des Personals. Es ist einfach ein Gesamtpaket.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei aktualisiert und verbessert das Projekt-Team seine Fortbildungskonzepte kontinuierlich und hofft, dass sie wie die Richtlinien vom Gesundheitsministerium \u00fcbernommen werden, um landesweit die Kenntnisl\u00fccken der Gesundheitsdienstleister im Bereich der Neonatologie zu schlie\u00dfen. Bisher wird dieses Thema in der vorberuflichen Ausbildung von \u00c4rzten und \u00c4rztinnen, sowie Krankenschwestern- und Pflegern nicht abgedeckt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Beste aus dem machen, was man hat<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Ralf Syring von Health Focus, der Teamleiter f\u00fcr die Umsetzung der Mutter-Kind-Familienplanungskomponente, betont, wie wichtig die Kommunikation zwischen Personal und den verschiedenen Stationen der Einrichtungen ist, z. B. zwischen der Station f\u00fcr M\u00fctter und der f\u00fcr Neugeborene. Dr. Syring sagt: \u201eMir ist wichtig, dass das Personal sich grunds\u00e4tzlich bem\u00fcht, dass Beste aus dem zu machen, was sie haben. Richtlinien und Standards sind wichtig, aber allein reichen sie nicht aus. Bei den Schulungen zeigt sich oft, dass viele Mitarbeitende nicht darauf vorbereitet sind, mit unerwarteten Situationen umzugehen. Es fehlt an Praxis-orientiertem Lernen und das ist es, worauf es ankommt: &#8222;Schauen Sie sich das Baby an und wie es sich verh\u00e4lt. Warum tut es dies oder das? Worauf deutet das hin?&#8220;\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-1200x800.jpeg\" alt=\"In Kyela District Hospital (Mbeya region), Nurse Fwallo places a premature baby in a baby warmer.\" class=\"wp-image-9259\" srcset=\"https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-1200x800.jpeg 1200w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-300x200.jpeg 300w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-768x512.jpeg 768w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-500x333.jpeg 500w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-800x533.jpeg 800w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-1280x853.jpeg 1280w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby-1920x1280.jpeg 1920w, https:\/\/health.bmz.de\/wp-content\/uploads\/post\/kyela-district-hospital-premature-baby.jpeg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>In Kyela District Hospital (Mbeya region), Nurse Mecktidis Fwalo places a premature baby in a baby warmer.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Syring findet es ermutigend, dass sich einige Mitarbeitende diesen Ansatz zu Herzen genommen haben. \u201eInteressiertes Personal, das echtes Interesse f\u00fcr das Thema zeigt, unterst\u00fctzen wir dabei, Mentoren und Mentorinnen f\u00fcr ihre Kollegen und Kolleginnen zu werden &#8211; das sind die kleinen Erfolge, mit denen wir zu arbeiten versuchen.\u201c Seine Sorge ist jedoch die fehlende Zeit, um alle Bem\u00fchungen langfristig zum Erfolg zu f\u00fchren: \u201eJa, wir k\u00f6nnen zeigen, dass es m\u00f6glich ist, bestimmte Elemente der Versorgung zu verbessern, aber wir brauchen eine ausreichend Projektdauer daf\u00fcr \u2013 Ver\u00e4nderungs- und Lernprozesse brauchen einfach ihre Zeit, sie m\u00fcssen konsolidiert und nachverfolgt werden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine einfache Checkliste kann viel bewirken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Ahmad Makuwani, der stellvertretende Direktor f\u00fcr Reproduktive-, M\u00fctter-, Neugeborenen-, Kinder- und Jugendgesundheit im tansanischen Gesundheitsministerium hat die Unterst\u00fctzung der GIZ f\u00fcr das \u00dcberleben von Neugeborenen und M\u00fcttern schon seit 2012 in Lindi und Mtwara verfolgt. \u201eIn Tansania fielen die Neugeborenen bislang durchs Raster. Wir haben uns hingesetzt und gesagt: So kann es nicht weitergehen! Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bei der Neugeborenenversorgung eine Vorreiterrolle spielt: Der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer nationalen Richtlinien ist aus den Erfahrungen in Lindi und Mtwara hervorgegangen &#8211; und sie haben sich in ganz Tansania verbreitet. Als ich 2013 die Triage-Checkliste f\u00fcr Neugeborene entdeckte, sammelte ich viele dieser Tabellen und schickte sie an das Ministerium. Um unsere Dienstleistungen zu verbessern, brauchen wir statt Hightech-Technologie gute Beratung. Und dabei denke ich an ganz kleine Ma\u00dfnahmen. Sehen Sie, die Neugeborenen-Triage-Checkliste, eigentlich nur ein Blatt Papier, kann die Leben zahlreicher Neugeborener retten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von Lindi und Mtwara nach Mbeya und Tanga<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Partnern im Gesundheitsministerium ist die Bedeutung dessen, was mithilfe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Lindi und Mtwara erreicht wurde, sehr bewusst. Dr. Makuwani sagt: \u201eAufgrund der COVID-Pandemie konnte das GIZ-Team in Mbeya und Tanga die Aktivit\u00e4ten erst mit Verz\u00f6gerung beginnen. Trotzdem m\u00fcssen wir das, was wir in Mtwara und Lindi im Bereich der Neonatologie erreicht haben, jetzt auch dort aufbauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Bundala, der Leiter der Abteilung f\u00fcr die Gesundheit von Neugeborenen und Kindern, schlie\u00dft sich dieser Meinung an: \u201eWir w\u00fcnschen uns, dass alle Krankenh\u00e4user und Gesundheitszentren in Mbeya und Tanga in vollem Umfang von den Ma\u00dfnahmen im Bereich Personalentwicklung und Ausstattung der Neugeborenenstationen profitieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Baltazar Ngoli, ein langj\u00e4hriges Mitglied des tansanisch-deutschen Programmteams, stellt fest: \u201eIn der technischen Zusammenarbeit mit Deutschland baut jedes Projekt auf dem Vorangegangenen auf.\u201c So wirkt die deutsche Muskoka-Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Gesundheit von Neugeborenen \u00fcber die nationalen Richtlinien und ihrer landesweite Einf\u00fchrung nachhaltig weiter fort und kann in der aktuellen Phase durch die Integration der im Rahmen des Vorhabens entwickelten Schulungskonzepte in die Lehrpl\u00e4ne von Berufsbildungseinrichtungen weiter konsolidiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz des durch die Pandemie verz\u00f6gerten Beginns stehen die Chancen f\u00fcr einen erfolgreichen Projektverlauf auch in Mbeya und Tanga gut. Ein kompetentes Projektteam und hochmotivierte Partner arbeiten mittlerweile mit Hochdruck daran, die Neugeborenenversorgung auch in diesen Regionen nachhaltig zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Dr Mary White-Kaba, Oktober 2021 (deutsche Version: Januar 2021)<\/p>\n<div class=\"credits-overlay\" data-target=\".wp-image-9259\">\u00a9 GIZ Tanzania<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem bew\u00e4hrten Ansatz erh\u00f6ht das tansanisch-deutsche Gesundheitsvorhaben die \u00dcberlebenschancen Neugeborener in zwei neuen Regionen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":9265,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"8710,9572,9174,8607,9656,8944","_relevanssi_noindex_reason":"","_uag_custom_page_level_css":"","_kad_blocks_custom_css":"","_kad_blocks_head_custom_js":"","_kad_blocks_body_custom_js":"","_kad_blocks_footer_custom_js":"","site-sidebar-layout":"no-sidebar","site-content-layout":"default","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"disabled","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"enabled","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"default","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"slim_seo":{"title":"Ein guter Start ins Leben f\u00fcr Neugeborene in Tansania - 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