Gesundheit und Gender

Geschlechterungerechtigkeit und die Stigmatisierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender/transsexuellen, queeren, intersexuellen und asexuellen Personen sowie allen weiteren Geschlechtsidentitäten (LGBTQIA+) kann Gesundheit und Leben bedrohen.

Ob jemand als Mann, Frau oder LGBTQIA+ Person geboren wird, kann sich auf individuelle Freiheiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Gehälter und vieles mehr auswirken. In vielen Ländern sind für Frauen und LGBTQIA+ Personen darüber hinaus grundlegende Menschenrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf Bildung, auf Schutz vor politischer Verfolgung sowie auf ein möglichst hohes Maß an Gesundheit eingeschränkt.  

Im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte manifestiert sich Geschlechterungerechtigkeit z.B. überall dort, wo Frauen nicht frei entscheiden können, ob und mit welcher Methode sie verhüten oder ob sie eine Schwangerschaft austragen oder abtreiben möchten; wo Frauen und Mädchen während ihrer Monatsblutung mit Stigma belegt und die sanitären Voraussetzungen für Menstruationshygiene nicht gegeben sind; wo sie häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt sind und der Zugang zu Notdiensten für Opfer dieser Gewalt fehlen. Auch schädliche traditionelle Praktiken wie die weibliche Genitalverstümmelung, frühe Heiraten und frühe Schwangerschaften bedrohen Gesundheit und Leben von Mädchen und jungen Frauen.

Wo LGBTQIA+ Personen stigmatisiert und kriminalisiert werden, erschwert dies ihren Zugang zu Gesundheitsdiensten, so dass z.B. HIV-Infektionen nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Es führt außerdem dazu, dass sie überproportional von körperlicher und sexueller Gewalt betroffen sind.

Gleiche Rechte und gleiche Chancen für Männer und Frauen, Mädchen und Jungen und LGBTQIA+ Personen sind Grundpfeiler der deutschen Entwicklungspolitik und Querschnittsaufgabe für alle Bereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Reportagen und Toolkits auf dieser und unserer englischsprachigen Seite zeigen auf, wie diese Verpflichtung umgesetzt wird.

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